Der tolle Monat Mai ist ein wunderbarer Reisemonat, wenn, ja wenn es arbeitstechnisch gut vorbereitet worden ist. Theoretisch können drei lange verreisbare Wochenende für Menschen aus NRW gestaltet werden. So waren anfangs auch unsere Pläne.

Zu Christi Himmelfahrt brachen wir bereits mittwochs Richtung Osten aus dem Ruhrgebiet auf, und oh Wunder, wir rollten vor der Stauwelle durch. Ins schöne, sehr landschaftlich geprägte Gebiet des Kreises Höxter führte es uns zuerst. Wir fuhren durch die Örtchen Ovenhausen, Löwendorf und vor allem fast nur neongrelle & horizontweite Rapsfelder. Nach einem interessierten Blick in das aufgegebene Kloster Marienmünster, deren Kirchengebäude heute nur noch Pfarrkirche ist, spazierten wir in das nebenliegende Gasthaus. Die Speisen waren sehr gelungen und das Spargelbuffet ist zu empfehlen. Nach 8 km Fahrt parkten wir auf dem Wohnmobilstellplatz Höxter ein, direkt vorm Weserufer.

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Wetter war spitze und das Essen draußen mundete gut. Tags drauf brannte die Sonne – der abendliche Sonnenbrand sprach Bände -, aber die Radtour von Höxter nach Beverungen war angenehm, weil fast ganz flach immer in Weite des Weserufers, allerdings von allen beweglichen Gefährten an diesem Vatertag stark beansprucht. Traf man auch auf wanderte und gröllende Männer, oder solche, die es ein paar Jahren mal werden wollen, musste man auch Treckern ausweichen, die den sauffreudigen, aber fußlahmen Kerlen im überdachten Planwagen eine Ausfahrt gaben.

Später gings über Bundesstraßen durch den Solling mit einer 40km langen Umfahrt nach Duderstadt. Ein schönes Städtchen mit einem homogenen Stadtbild, da der Kern nahezu komplett in Fachwerk errichtet ist.

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Abends trafen wir Bekannte in Nordhausen, kehrten draußen und im späten Sommerabendlicht sitzend auf der Stadtmauer in der Altstadt zu frischem Spargel ein. Unsere Reinos steuerten wir in den Südharz und übernachteten im Brandestal. Frühstück in der Sonne draußen, auch wenn die anfänglichen 8°C nicht entspannend wirkten. Mit einem steilen Aufstieg gings hoch, an einer Alpakaherde beim Christianenhaus vorbei und mittags wieder zu den Wagen. In halber Wagenburg verbrachten wir gemütlich den Tag, beschlossen ihn mit einem weiteren Walk. Dann trennten sich unsere Wege.

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Wir steuerten noch Nordhausen an, nächtigten unten vor der Altstadt und mit einem netten Stopover in und nah Mühlhausen endete unsere Tour.

Am Donnerstag wurde Geburtstag gefeiert und abends gegen 21 Uhr erhielt ich mein Geschenk. Ich wusste nur, das ich das unmittelbar folgende Wochenende mir freihalten sollte. Jetzt wusste ich warum und wohin es gehen sollte. Es stand Samstag ein Offroad-Training für unseren Wolf bei Rüsselsheim an. Freitags runtergebrettert, aber leider waren wir nicht allein auf der Autobahn. Parkten abends vor dem ADAC-Übgelände am Feldesrand ein und stimmten und ein.

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9 Uhr gings mit 12 Fahrzeugen los: Ein Jeep, Lada, Dodge, Porsche Chayenne, Range Rover, Nissan und 2 Amaroks stellten die bunte Fahrzeugschar dar. Es wurde der steile Berg erprobt. Mit kurzem Anlauf, oder rückwärts, oder schnell rückwärts runter, aber auch steile Berge quer bergab mit schiefer Anfahrt. Nach der Pause lockte das V-Tal. Trotz innerer Skepsis konnte der Wagen locker in maximale Schräge fahren. Kurze Kuppeln, die man extrem diagonal ansteuern musste sowie eine Riesenlöcherstrecke waren die nächsten „Hürden“. Natürlich war es mein Untersatz, der zuerst Kontakt mit unserer Mutter Erde haben sollte; andere Teilnehmer zogen noch später nach. Erst spottelte man, doch meine unten liegenden Seitenstrahler drohten nun gekappt zu werden, aber, sie blieben dran; hier der knappe Akt. Holzstammbrücke, Schlammstrecke und Wasserbecken rundeten die Spielwiese ab. Die steile Abfahrt war für meinen Amarok XL zu krass. Nach Kursende erhielt ich die Erlaubnis, nur mit Wohnkabine mal auszutesten wie weit man schräg fahren kann. Der Wagen kann mehr als ich wollte, da Bodenhaftung in diesem Fall doch noch war. Aber, vor schrägen Strecken habe ich nun keine Sturzsorgen mehr. Tischer hat den Schwerpunkt gut tief gelassen; hier der Beweis.

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Abends ging es ins rheinland-pfälzische und rechtsrheinische) Mainz. So dachten wir, aber das Ortseingangsschild besagte, Teil der (hessischen) Hauptstadt Wiesbaden, verrückte Verwaltung. Morgens ein Spaziergang am Main bis zur Rheinmündung und dabei 2 frei grüne kleine Papageien in Baum gesehen. Touristischer Bummel durchs nette Darmstadt mit Besuch der vom Jugendstil geprägten Siedlung Mathildenhöhe bildeten das Kontrastprogramm zum Vortag.

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Nachts standen wir etwas südlich, direkt am Rheinufer nur 3m neben dem Wasser bei Gernsheim. Wir schauten den Überholmanövern der Flussfrachter sowie der kleinen Autofähre zu. Ruhiger Platz, ohne Gebühr.

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Tagsdrauf wollten wir eigentlich nach Hanau, durch beim ansteuern und Parkplatz suchen entschieden wir, Gelnhausen ist auch nett und nah. Also dahin und dort geblieben. Eine gute Wahl, toller alter Stadtkern und urig. Wir parkten ruhig und fast einsam am Wehr der Kinzig, normalerweise tagsüber der Busparkplatz. Besuch einer Entenfamilie und nachts dann doch eingesehen, dass der Platz suboptimal ist. Das Wasserrauschen am Wehr, zwar konstant, aber doch störend.

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Am letzten Tag hielten wir schon auf der weiteren Heimfahrt im hübschen Marburg. Der Bummel durchs Örtchen und zum Schloss wurde abgeschlossen mit einem interessanten und leckeren Essen in einer der unzähligen Kneipen, welche mit günstigen und studentengerechten Preisen aufwarteten.

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Tja, das Fronleinamswochende. Es sollte ja ein langes sein. Montags stellten wir fest, dass Freitag doch noch die Pflicht zu tun sei. Daher erst mittags lisgekommen und mit passablen Staumengen um 18 Uhr in SPO (Sankt Peter Ording) eingetroffen. Parken am Strand, bummeln an der Waterkant, sowie ein Bierchen in der Bar 54° genossen. Highlight des Tages war aber das 4×4-Spiel im Sandstrand mit dem Amarok danach.

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Kostenfreies Abstellen des REIMOS ist aber ein fast unmögliches Unterfangen in SPO. Schließlich wollen ja alle uns finanziell aussagen und davon leben. Nach 30 Minuten Suche fand standen wir weit nördlich an nem Deich gut, nur begleitet vom Quaken der Frösche und Meckern der Lämmer. Morgens Frühstück mit Blick aufs Meer und Sandfahren üben 😊.

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Mittags nach Hamburch, direkt zum überfüllten Womo-Stellplatz, doch mit Charme gabs noch nen kleinen Notplatz am Rand, ist ja auch ein kleines Reimo. Per Rad zur Binnenalster und geshoppt, die Sonne war mit uns. Abend erneut per Pedes zur Elbe und die frisch eingelaufene Queen Mary 2 bestaunt. Danach Reeperbahn und Große Freiheit gerockt.

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Am Sonntag Morgen Nieselregen, so dass die Rückfahrt um 10 Uhr uns leicht fiel. Leider fuhren viele früh los. Insgesamt 8 fette Staus waren für uns organisiert worden. Inklusive Vollsperrung bei Groß Mackensen. Aber, aufm Rastplatz auf nen Feldweg – legal! – und über die Dörfer weiter, selbst ein Umweg über Oldenburg war drin und zeitlich besser als direkt A1 zu rollen. Leider hatten wir um 14 Uhr ein Date im Ruhrgebiet, welches erst 2,5 h später erreicht wurde. Ergo, an langen WE nie mehr über 400Km bzw. Nur nach 20 Uhr die Piste nutzen.