Der Osterurlaub stand an und da die Ostertage so spät im Jahr lagen wollten wir Wandern im Wallis wagen. Es war im Vorfeld bereits klar, dass hin und wieder uns Schneefelder begegnen würden. Aber wir starteten den Versuch.

Mittwoch 12.04.2017

Nach dem um einen Tag verlegten Champions-League-Spiel rollten wir westwärts. Wir verbinden gerne die An- und Abreise mit interessanten Stätten. Dieses Mal wollten Gründoonerstag in Taize/Burgund dabeisein. Am Abendfuhren wir aber nur bis in die Eifel. Neben der B51 parkten wir neben einem geschlossenen Hotel bei Prüm.  203km

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Gründonnerstag 13.04.2017

Mit einem wirtschaftlich vorteilhaften Tankstopp in Luxemburg erreichten wir am Nchmittag Taize. Die Sonnewar so stark, dassich es bereute, keine kurze Hose eingepackt zu habe; es waren über 20°C. Draußen gespeißt und Abend mit tausenden Jugendlichen das Abendgebet in der Gemeinschaft von Taize aufgesucht. Die Stimmung bei den vielen einfachen Chorälen war eindrucksvoll. Auf der Parkplatzwiese auch kostenfrei & leise genächtigt.   535km

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Karfreitag 14.04.2017

Nach dem Frühstück los; in Macon einen französischen ALDI Süd besucht und vor der Schweiz noch mal zugelangt! Über die mautpflichtige Autobahn zügig nach Osten. Grenzkontrollenfrei bei Genf in die Schweiz eingereist. Allerdings standen draußen Schweizer die kontrollierten, ob wir die soebene Vignette auch wirklich drankleben!

In Genf nah bei der Universität geparkt und durch die Kernstadt gebummelt; das Wetter war ideal.

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Nach der Innenstadt sind wir dann mit dem Wagen nach Norden weiter. Am ehemaligen Völkerbundpalais (heute UN) gestoppt und für Fotos ausgestiegen. Noch nördlich den Genfer See auf der Autobahn umrundet und durchs Rhonetal bis nach Saas gerollt. Im Dunkeln dort eingetroffen und gemerkt, dass dort kein Platz mehr für uns ist. Notgedrungen wieder runter vom Berg und unten auf einer Wiese frei geparkt!  416km

Ostersamstag 15.04.2017

Frühstück, wieder den Weg nach Saas Fe hoch, neben dem rieseigen Parkhaus einen Stellplatz bekommen – der weite Parkraum ist am Ende sogar als Wohnmobilstellplatz deklariert – und zu Fuß aufgemacht. Im Ort war im Großen und Ganzen TOTE Hose. Vereinzelt stapften noch Ski- und Snowboardfahrer umher, aber die Wintersaison war im Kern durch.

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Die für die nicht Skifahrer angelegten Winterwanderwege sagten uns zu. Wir erstürmten recht flott, den Hannig. Etwa 500 Höhenmeter oneway waren zu meisern. Vom Schnee war aber nur ganz oben auf 2350m auf den schattigen Nordseiten etwas zu ahnen.

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Nachmittgs Rast in der Nähe der Staumauer, die aber noch samt der dortigen Wanderwege im Schnee versunken waren; hier fiel eine geplante Tour aus. In der Nähe des Wasserkraftwerkes standen wir frei und ruhig.  17km

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Ostersonntag 16.04.17

Das Wetter war gut, daher wollten wir den Almageller Erlebnisweg mit den tollen Hängebrücken wagen. Im Tal bei Saas-Almagellen war alles schneefrei. Dann stand vor uns eine senkrechte Felswand, die unüberwindbar für Wanderer aussah. Aus der Nähe ließen sich Leietern, Treppen, Tritte und Geländer entdecken und es war gut schaffbar. An einem kleinen Keuz ging es nun weiter höher. Schnee- und kleine Firnfelder folgten, die von unten nicht einsehbar gewesen waren. Die Hängebrücken waren auch noch da, allerdings waren die Seitennetze entfernt und die 30m Passage bei diesem Wind unklug. Da auch noch weitere Schneefelder nicht auszuschließen waren, kehrten wir wieder um.

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Schweizer Humor oder Akkuratesse?

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Am Nachmittag fuhren wir nach Zermatt bzw. in diese Richtung. Da man den Ort allerdings nicht direkt ansteuern kann/darf, muss auf den kostenpflichtigen ÖPNV ausgewichen werden. Da schon spät, es nicht günstig war und Wolken aufzogen, drehten wir wieder ab. Zwischen der Eisenbahnstrecke und neben dem Flüßchen südlich von Herbriggen nächtigten wir erneut frei.  74km

Ostermontag 17.04.17

Kleiner Bummel durch Brig und dann in Mörel parkiert. Heute sollte die Wanderung zur Moosfluh starten. Im Tal wars Wetter ideal, aber oben alles in Wolken verhangen. Spontane Planänderung: Auufahrt per Gondel zur Riederalp und runter zu Fuß. Angegebene Laufzeit sollten etwa 4h sein. Wir benötigten für den steilen Abstieg auf den Pfaden etwa 2h und hatten immer Sonnenschein.

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Für 9,80 Franken gings ca. 1200m hoch auf die Riederalp; runter per Pedes.
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Winterrelikt in Riederalp, vereinzelt noch Skifahrer.

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Die Wetterprognosen waren demotivierend: Wolken, Niederschlag und nur 2°C! Also Motor an und südwärts Richtung Kanton Uri und zum Lago Maggiore. Blöd warallerdings, dass der Furkapass noch gesperrt war; damit hatten wir Flachlandtiroler nicht kalkuliert. Aus Neugierde fragten wir nach dem Passagenpreis und ahnten nichts Gutes. Meist sind ja dort die Preise wie die dortigen Berge! Doch, das Reimo sollte nur 33 Franken kosten. Blitzschnell abgewogen und entschieden, denn der Zug sollte in einer Minute starten. Kaum rollten wir drauf, ruckelte es auch schon los. Keine 20 Minuten gigs durch den Berg. Auf der Ostseite schneite es richtig und ganz langsam und vorsichtig rollten wir vom Parkdeck, denn der Alkoven hatte extrem wenig Spiel in den Waggons.

Direkt in den Gotthardttunnel gestürzt und bald gehalten und am Bahnhof von Prato gehalten und genächtigt.    ~ 136km

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Dienstag 18.04.17

Früh los und kaum waren wir am Lago Maggiore, lachte die Sonne. Allerdings bließ der Wind aufs heftigste von Norden. Direkt am ersten CP (Camping Residence Campagna) hinter der schweiz-italienischen Grenze in Cannobio abgebogen und einen der wenigen freien Plätze ohne Reservierung ergattert. Lesend und entspannend ging der Tag um. Nicht fehlen durfte noch ein Bummel zum nahen Ort, der wirklich klein und angenehm überraschen konnte.   86km

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CP-Stellplätz mit Blick auf den aufgepeitschten Lago Maggiore. Eine CP-Nacht kostet mit Hund und ohne Strom 32,50 €.

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Mittwoch 19.04.17

Der Wind blieb und bließ heftig. Nach vor dem Frühstück wechsel der Parzelle und draußen in der Sonne lecker im Windschatten der Hecken gefrühstückt. Morgenbummel durch Cannobio und Einkauf beim Carrefour.

Am frühen Nachmittag Wanderung nach Sant Agata unternommen. Es ging gutbergan und über Traffiume in etwa 2h zurück.   0km

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Blick von Santa Agata auf Cannobio/Lago Maggiore.

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Donnerstag 20.04.17

Wagen komplett gerüstet und vor 12 Uhr wieder Richtung Schweiz & Heimat aufgemacht. Wir wählten die ruhige und leider auch kurvige Route über die SP75.

Bald waren wir wieder im Schnee, doch der 2055m hohe Simplonpass war offen; dieses mal hatten wir vor Reiseantritt recherchiert.

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Eigentlich wollten wir noch eine Tour absolvieren, doch die Bergbahnen waren wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb.

Neben dem Sportplatz in Bitsch gerade und friedlich frei parkiert.  206km

Freitag 21.04.17

Besten Outdoorwetter, früh Gondeltickets gekauft und auf die Riederalp hoch; rüber zur Gondel für den Moosfluh gelaufen. Auch oben wolkenfreier Himmel – top. Aber. An Sonnencreme und Sonnenbrille hatten wir nicht gedacht. Denn ab etwa 2100m Höhe war die Schneedecke komplett! Wir stiefelten also zwischen den Skihäschen umher, und bestaunten den Aletschgletscher. Als wir dann beim Höhfluh ankamen lichtete sich der Schnee und wir liefen wieder über Wiesenpfade. Über Riederfurka erreichten wir wieder die erste Gondel und fuhren wieder runter zum Wagen in Mörel.

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Für 33,60 Franken ging es mit 3 Gondelfahrten von Mörel, über Riederalp, Moosfluh, Hohfluh und wieder Riederalp.

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Aletschgletscher vom Moosfluh aus.

Mittagessen zu uns genommen und über die Autobahnen 9 & 12 nach Bern, wo wir gegen 19 Uhr eintrafen. In der Dämmerung eine sehr schöne Altstadt durchbummelt.

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Blick von Norden auf die Walliser Berge, von der Autobahn aus.

Bern

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Abends noch ein paar Meter aus der Großstadt raus und neben einem Rapsfeld (Nähe IKEA Lyssach) ruhig eingeparkt.  239km

Samstag 22.04.17

Wir freuten uns der Stille, genoßen die Sonne, schauten draußen den Kühen durchs Alkovenfenster zu und überlegten, ob wir wohl draußen frühstücken sollten. Mitten in unseren Überlegungen klopfte es. Draußen stand die schweizer Polizei und erkläre uns, dass wir in einem Schutzgebiet stünden und wir da zügig fort müssen. Wir gaben Personalausweis und Wagenpapiere ab und sagten die umgehende Abfahrt zu.  Ab da wurde es komplizierter! [Die komplette Story gibts unter Die Nummernschild-Story].

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Mit einstündiger Verspätung setzten wir nun die Heimfahrt fort und stoppten zum Sightseeing noch in Basel. Im Alban-Viertel parkten wir – pfiffig war die Parkuhr, denn makonnte sie mit Euro- als auch Frankenmünzen füttern – und liefen am Rhein lang und kreuz und quer in der tollen Altstadt. Imposant das protzige und farbenfrohe Rathaus.

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Idealer Womo-Stellplatz am südlichen Rheinufer, im Sommer könnte man hier kostenfrei kalt duschen 🙂

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Personenrheinfähre, die mit der Strömungskraft arbeitet!

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Gemeinsamer Brunch am Rheinufer

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20170422_133409Anschließend Weiterfahrt nach Limburg/Lahn. Am Lahnufer frei gestanden und noch durch die Stadt geschlichen. Bei einem geschäftstüchtign Italiener im halben Rohbau lecker noch gesund gespeißt.  460km

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Sonntag 23.04.17

In Düsseldorf noch zwei Verarbredungen erledigt und am frühen Abend ohne Stau wieder zu Hause angekommen.    246km

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Insgesamt 2505km, unfallfrei  🙂