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Vor der Schnorchel-Operation

Alle bisherigen Touren mit unserem Vehikel waren doch eher Wohnmobiltouren. Das soll sich ja ändern. Um nun die Vorzüge der 4×4-Eigenschaften des Amaroks auch in vollen Zügen genießen zu können, muss die Geländetauglichkeit auch komplettisiert werden.

Grundsätzliches Ziel soll sein, N O  L I M I T S !

In Griechenland sind wir mal mit unserem Fiat Ducato im einfachen Schotterstrand festgefahren und so was soll sich nicht mehr wiederholen.Auch möchten wir in Zukunft nicht bei Pfützen, Bächen oder kleinen Flüssen passen müssen.

Nach ein bißchen Recherche stellte sich heraus, dass der südhessische Umbauspezi SEIKEL uns eine Lösung geben könnte. Ende Juni 2018 gings südwärts. An einem Vormittag sollte der Kotflügel „geöffnet“ und der sogenannte Schnorchels montiert werden.

Als der Wagen bei der Firma Seikel im Örtchen Freigericht übergeben wurde, wurde ich kurz schwach bei der Auftragsangabe. Die von Schneeraupen angetriebene Amarokversion war faszinierend; schlussendlich änderte ich nicht unsere Pläne

 

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Der Schnorchel soll den Motor mit reiner und staubfreier Luft versorgen. Erwünschter Nebeneffekt ist aber auch, dass der Motor länger trocken bleibt. Durch die Montage dieses Rüssels erhöht sich die werksseitige Wattiefe von 50cm auf 70cm.

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Das ist nett, aber eventuell noch nicht genügend. Daher sorgten die Monteure dafür, dass alle feuchtigkeitsrelevanten Motor- und Antriebsteile bzw. deren Entlüftungen höher gelegt wurden. Nun ist der Amarok bis zu 90cm tiefem Wasser fahrbar! Das gute ist, dass auch die Gesamthöhe sich nicht verändert und wir weiterhin die gleichen Tiefgaragen ansteuern wie zuvor. Lediglich beim Fahren auf der Autobahn gibt’s leichte Geräusche im Wind. Der Sound für Abenteuer 😉

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Nach der Schorchel-Operation

Nicht weil ich Pessimist bin, sondern ich mich gut eingelesen und die Relevanz verstanden habe, bereiten wir uns auch aufs Bergen vor. Sand, Schlamm, tiefe Flüsse oder auch das Aufsetzen auf Steinbrocken sind überall möglich, daher investierten wir in ein 10m langes kinetisches Bergeseil (Bruchlast bis 12 t) samt Seilschäkel – auf dass wir es nicht benutzen müssen.

Im Nachgang schraubte ich zu den vorhandenen Unterfahrschutzen an Motor und Dieseltank auch noch einen Getriebeschutz an. Vier Schrauben lösen, und mit sechs Schrauben war das Metallplättchen rasch montiert. Um neben dem ganzen zukünftigen Geschaukel bald auch nachts gut regenerieren zu können, investierten wir auch in unseren Alkoven des Aufbaus. Eine zusätzliche 4cm starke Schaumstoffmatratze orderten, kauften und unterlegten wir. Nun sind die Träume vom nächsten 4×4-Trip noch weicher 🙂

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Jetzt ist alles komplett – sieht gut aus 😉