Tja, da war es nun endlich wieder: Ein langes Wochenende (LWE). Natürlich gab es schon in den Wochen zuvor Zielüberlegungen. Meistens fahren wir ja an die holländische Nordsee. Am besten gefällt es uns mittlerweile in Katwijk aan Zee. Dort kennen wir uns aus, da ist es nett, man kann bummeln, frau shoppen und am leeren Strand weit laufen. Aber 3,5 Tage nur an einem Ort, könnte langweilig werden, Lagerkoller ausbrechen oder wir woanders etwas verpassen. Daher wollten wir unsere Katwijk-Visitation kombinieren – und es gelang uns ganz gut.

Freitag, 30.09.2016

300km

Dank eines optimalen Arbeitsplans und netter Kollegen ging es bereits gegen 12 Uhr im Ruhrgebiet los. Da früh unterwegs, konnten wir die tollen niederländischen Freitagsstaus leider nicht wahrnehmen 😆. Wir kamen am frühen Nachmittag bei Sonnenschein in Gouda an. Den Käse kannten wir schon immer, genoßen ihn schon ewig und nun sollte auch der Ursprungsort unserer werden. Kurz östlich von Rotterdam liegt er und ist gut per Autobahn zu erreichen. Alles nah und fußläufig beieinander. Grachten durchziehen die Kleinstadt und überall finden sich optische Anspielungen auf das Hauptprodukt der Gegend.

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Gouda mit Grachten

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Gouda, das Waaghaus – vor allem für das Wiegen von Käserädern genutzt; man kann da auch gut kostenfrei verschiedene Käsesorten probieren

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Gouda, Käsehandlung

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Gouda, Rathaus

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Am späten Nachmittag setzten wir dann an die Strandpomenade von Katwijk über; gut gefällt es uns ganz im Süden. Der Himmel sah nach Niederschlag aus, aber wir ließen uns nicht beirren und gingen mit dem Hund am Strand der Sonne entgegen.

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Katwijk aan Zee, Südstrand
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Zur Stärkung kehrten wir wie immer im Katwijker Strandhuis ein. Unser übliches Gedeck: frisches Heineken, ein Kaffee verkehrt und 2 Bessen Genever. Kaum saßen wir aufm Sofa, öffnete sich der Himmel. An der Küste kommt Regen schnell und geht wieder zügig, so auch hier und die nächsten Tage.

Samstag, 01.10.2016

007km

Ruhiger Morgenstart, das Wetter war wenig einladend. Wir wechselten von unserem üblichen Nachtstandplatz zur Küste. Der Nachtplatz ist versteckt, ruhig im Wohngebiet gelegen und windgeschützt. Am Boulevard gestanden und mit Meerblick gefrühstückt. Einerseits lesend und andererseits shoppend den Mittag verbracht; ab und zu ein kurzer Schauer.

Am späten Nachmittag sah der Himmel so stabil aus, dass wir mit den Rädern losgefahren sind. Immer nach Süden durch das sehr hügelige Dünenschutzgebiet nach Scheveningen – etwa 14 Kilometer oneway. Wären da nicht die kleinen Anhöhen, es wäre ein perfektes Radelrevier. Wir kamen nach einer Stunde entspannten Radelns trocken an, doch als wir in einer der unzähligen (!) Strandcafes uns einquartiert hatten, platzte der Himmel auf. Zehn Minuten viel aus allen Rohren Wasser, dann war Friede. Wir genoßen draußen unsere Getränke und erfreuten uns des Gasfeuers an unserem Tisch. Schevenigen hat ein schönes ansehnliches Casino, ist aber sonst eher ein dem Rummel und Spaß verschriebener Ort. Die Rückfahrt der Radtour gelang fast trocken. In der Dämmerung im Reimo gegessen und den tapferen Kitesurfern zugeschaut. Abends Ortswechsel zum Nachtstandort, auch wenn andere Womos an der Strandstrasse blieben. Diese wurden wohl von Amtswegen geduldet, da die Campingplätze schon geschlossen hatten. Da wir schon mal nachts vertrieben wurden, sind wir nun vorsichtiger 😊.

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Scheveningen Casino, vom Strand aus

Sonntag, 02.10.2016

008km

Umsetzen zum Strand, Frühstück, langer Strandspaziergang und Mittagsmahl im Katwijker Strandhuis. Ruhig gehen lassen, Schauer passieren lassen und ein weiterer Walk am Wasser. Parkplatzgebühr für den ganzen Tag 12€.

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Katwik aan Zee

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Montag, 03.10.2016

341km

Nach dem frühen Frühstück einen Blick am sonnigen Strand in Katwijk.

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Danach rüber ins nahe Delft. Gegen 10 Uhr eingeparkt (Straßenrandparkbucht in der  Stalpaer van der Wieleweg) und dort kostenfrei bis 12 Uhr geparkt. Bummel durch die schöne Stadt, bei Sonnenschein noch schöner. Besuch der neuen Kirche und dort die Grablage der niederländischen Königsfamilie besucht.

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Delft, ein Deftsche-Schie-Kanal mit Klappbrücke, nah am Zentrum

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Delft, Rathaus

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Delft, Hauswand bemalt im Stil der berühmten Delfter Kacheln
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Modernes attraktives Motiv im Stil der Delfter Klassik

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Nieuwe Kerk Delft, dort ist auch die Grablage des Hauses Oranien

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Nach dem erfrischenden schönen Eindruck, setzten wir uns gegen 12 Uhr wieder in unseren VW und rollten über zig Autobahnen und hielten erst wieder in Roermond. Welch Zufall, dass auch tausend andere Menschen die gleiche Idee am deutschen Feiertag hatten, im Outlet Roermond den Shoppingtag zu verbringen. Aufgrund der Massen war der Einkauf überschaubar, da es echt zu eng & voll war und auch die Warteschlangen nervig lang waren.

Ein Einkauf bei Albert Heijn – für die vielen süßen leckeren Schweinereien –  schloß den Hollantrip ab; leider war noch viel Stau bis zur ehemaligen Grenze.